Rückblick | Kampagnen zum Reformationsjubiläum 2017

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Reformationsjubiläum Rückblick

Kampagnen zum Reformationsjubiläum 2017

Gemeinsam mit dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) und anderen Landeskirchen beteiligte sich die Reformierte Kirche Baselland an verschiedenen Kampagnen und Projekten.

quer denken – frei handeln – neu glauben: Die Botschaft zu 500 Jahre Reformation

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund entwarf für 2017, dem Jahr des 500-jährigen Jubiläums der Reformation, einen Slogan. 

Dank der vielfältigen Möglichkeiten, die Worte neu zusammenzusetzen, wirkt er spielerisch. Er spricht und regt an: zum Denken, zum Handeln und zum Glauben. Er ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Mitgliedkirchen des Kirchenbundes.


Neben dem bereits bestehenden R-Logo, das es auch jeweils in einer kantonalen Ausführung gibt (www.ref-500.ch/de/unser-logo), entwickelte der Kirchenbund auch eine Botschaft für die Jubiläumskommunikation. Der Slogan fungierte für sämtliche Kommunikationsmassnahmen wie eine inhaltliche Klammer und diente bei den verschiedenen Anlässen als Leitfaden.

Die bedingungslose Liebe Gottes befreit uns von unseren Zwängen. So können wir quer denken, frei handeln und neu glauben. Dieser Slogan drückt die Gewissheit aus: Nicht unser eigenes Tun, sondern die Gnade Gottes (die sola gratia der Reformatoren) rechtfertigt uns.

Der Slogan ist zukunftsweisend und fordert zum Nachdenken und Hinterfragen auf. Er verbindet theologische Relevanz mit emotionalen Attributen. Er hat zudem einen spielerischen Gehalt, indem die Wörter unterschiedlich verknüpft werden können, was zum regen Einsatz animieren soll.

Verschiedene Fachpersonen aus den Mitgliedkirchen sowie zwei Vertreter der Reformierten Medien formulierten unter der Leitung des Kirchenbundes den Slogan zu „500 Jahre Reformation“. Der Rat des SEK hat den Slogan offiziell genehmigt. In Rücksprache mit den Kirchen aus den verschiedenen Sprachregionen entwickelte die Geschäftsstelle dann eine entsprechende Grafik und erstellte die Übersetzungen:

oser penser - pouvoir agir - aimer croire
riflessione libera – azione concreta – fede gioiosa
vulair pensar – pudair agir – dastgar crair
think open – act free – believe anew

Die nationale Kampagne zum Reformationsjubiläum

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund lancierte zusammen mit den reformierten Kirchen der Schweiz eine nationale Kampagne zum Jubiläum 500 Jahre Reformation. Sie vermittelte die wichtigsten Botschaften der Reformation in kurzer und prägnanter Weise. Die schweizweite Kampagne unterstützte die mediale Aufmerksamkeit sowie die Vielfalt der regionalen und lokalen Events anlässlich des Reformationsjubiläums. Auch im Baselbiet hingen zahlreiche Plakate, am 31. Oktober 2017 gab es eine Aktion an den Bahnhöfen und am 4. November 2017 wurde ein kantonaler Festgottesdienst gefeiert.

Der Slogan «quer denken – frei handeln – neu glauben» konzentriert die Wirkungen der Reformation vor 500 Jahren auf drei wesentliche Punkte:

Die Einsicht, dass vor Gott alle Menschen gleich sind, gilt nicht nur in der Gesellschaft sondern auch in der Kirche: nicht untertänig gehorchen, sondern auf gleicher Augenhöhe debattieren und gelegentlich «quer denken». Die Reformatoren buchstabierten die Freiheit neu: Aus der Liebe Gottes folgt die wahre Freiheit zum Dienst für andere. Und Glauben ist kein Besitz, der verwaltet werden kann, sondern der Stachel gegen menschliche Gewohnheiten, der dazu befähigt, die Welt auf den Kopf zu stellen.

Die drei Aussagen des Slogans wurden durch Bilder und Piktogramme illustriert. Die Kampagne lehnte sich an die Sprache der «Digital Natives» an, denn sie kombinieren schnell Bild, Text und Grafik. Die Bilder zu aktuellen Themen wie beispielsweise «Flüchtlinge», ergänzt mit dem Piktogramm «Freunde hinzufügen» forderte den Betrachter auf, menschlich zu handeln und quer zu denken. Zum Thema «neu glauben» wurde das Gebet mit dem Piktogramm «Energiequelle» neu interpretiert. Die Kampagne liess der Betrachterin genügend Raum zur eigenen Interpretation der reformatorischen Auswirkung, die vor 500 Jahren ihren Anfang nahm. Sie brachte die Grundwerte zur Sprache, die heute noch das Leben verändern können.

Die Kampagne umfasste einen schweizweiten Plakataushang, Medienbeiträge, Online-Kommunikation, Ausstellungen, Referate und Events. Auch im Baselbiet hingen zahlreiche Plakate an kommerziellen Plakatstellen im öffentlichen Raum, an Bahnhöfen und rund um Kirchgemeinden. Ergänzt wurde die Kampagne durch eine Verteilaktion an diversen Schweizer Bahnhöfen am 31. Oktober, dem Tag, an dem Luther vor 500 Jahren seine 95 Thesen in Wittenberg publizierte. Im Baselbiet waren Kirchgemeinde-Teams am frühen Morgen an den Bahnhöfen Gelterkinden, Sissach, Liestal, Frenkendorf-Füllinsdorf und Laufen präsent, zudem am Bahnhof SBB in Basel. Die Kirchgemeinde Münchenstein führte eine Standaktion in der Gartenstadt durch. Quer denken – frei handeln – neu glauben – I like it!

Sujets der Kampagne auf www.ref-500.ch/de/aktuell/nationale-kommunikationskampagne


Unsere Thesen für das Evangelium

Ref-buch

«Unsere Thesen für das Evangelium» war eines der Projekte des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK). Bekanntlich hat Martin Luther am 31. Oktober 1517 95 Thesen an der Schlosskirche von Wittenberg angeschlagen. Im Hinblick auf das Reformationsjubiläum im Jahr 2017 hat der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) seine Mitgliedkirchen aufgefordert, Thesen aus dem Blickwinkel der heutigen Zeit zu formulieren und einzureichen. Als Anregung erhielten die Mitgliedkirchen eine kleine Broschüre in Kalenderform „Mit 40 Themen auf dem Weg“. Darin finden sich vierzig Fragen mit je einem kurzen Kommentar und einem biblischen Denkanstoss.

Zehn Kirchgemeinden, der Synode-Stamm sowie der Pfarr- und Diakoniekonvent haben sich im Baselbiet an diesem Prozess beteiligt. Dabei sind insgesamt 39 Antworten / Thesen auf 22 der 40 Fragen eingetroffen. Aus der Fülle der eingegangenen Antworten / Thesen wurde eine Auswahl von 18 Thesen getroffen und der Synode im Juni vorgelegt. Diese hat nach einer eingehenden Diskussion die Thesen als Ganzes grossmehrheitlich zur Kenntnis genommen und die engagierte Arbeit der Beteiligten gewürdigt. Die 18 Thesen werden nun als Beitrag aus dem Baselbiet an den SEK weitergeleitet.

Der SEK erarbeitet sodann ein Sammeldokument und legt dieses im November 2016 der Abgeordnetenversammlung zur Diskussion vor. Ausgehend von diesen Diskussionen redigiert der SEK das zusammenfassende Schlussdokument und publiziert im April 2017 eine nationale Synthese zu Handen der Mitgliedkirchen und ihrer Kirchgemeinden.

Baselbieter Thesen für das Evangelium

Twitter Kampagne 2017

Im September und Oktober 2017 gab es eine nationale Twitter- und Facebook-Kampagen mit 12 Glaubenstweets - Zwölfmal 140 Zeichen zum reformierten Glauben.

Glaubenstweets